5 Tipps für Portrait-Fotografie-Einsteiger

 5 Tipps für Einsteiger in die Portrait-Fotografie

In diesem Beitrag gebe ich dir 5 Tipps, die du bei deinem Einstieg in die Portrait-Fotografie beherzigen solltest.

Wenn du endlich damit starten möchtest, Menschen zu fotografieren, gibt es einige Punkte, die ich dir an Herz legen möchte. Du solltest nichts übers Knie brechen und niemals aufgeben! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wenn du diese Tipps berücksichtigst, kannst du schnelle Fortschritte machen

1.) Lerne deine Kamera kennen

Bevor du Menschen (Models) vor deine Kamera holst, solltest du die Grundlegendsten Dinge deiner Kamera kennen und (zumindest einigermaßen) beherrschen. Dazu gehören unter anderem die Kameramodi, das Zusammenspiel von Blende, ISO und Verschlusszeit und wo du an deiner Kamera drücken musst um zum Ziel zu kommen. Zu diesen Themen werde ich bald Videos aufnehmen oder Blogbeiträge schreiben, per Newsletteranmeldung bekommst du sofort die entspreche Info 🙂

„Um tolle Portraits zu erstellen brauchst du eine richtig gute und teure Kamera!“

Gewagte These, die ich nicht teile. Erstens sind die Objektive wichtiger als die Kamera und zweitens kommt es darauf an, dass du deine Kamera beherrschst. Bevor du dich mit Freunden oder Models verabredest um sie zu fotografieren, solltest du dich mit deiner Kamera beschäftigen. Es ist wichtig, dass du weißt, wo du welche Einstellungen vornimmst und was welche Einstellung bewirkt. Denn es kann sehr schnell stressig werden, wenn das Model vor dir steht, sich in die Pose ihres (oder deines) Lebens wirft und du den Auslöser nicht findest. Ok, das mit dem Auslöser ist weit hergeholt, aber wenn deine Kamera dir in der Abendsonne eine geschlossene Blende und eine Verschlusszeit von 1/8000 Sek. vorschlägt, könnte es durchaus ungemütlich werden. Dann solltest du in der Lage sein, mit maximal kurzem Nachschauen, wo du die Blende und Verschlusszeit einstellst. Oder zumindest wie du in den Modus kommst, der entsprechend entgegensteuert.

Wenn du erst anfängst zu fotografieren und dich sehr früh an Models „heran wagst“, nutze mindestens den Kameramodus „P“. „P“ steht für Programmautomatik, hier hast du gewisse Einstellungsmöglichkeiten, wirst aber von der Kamera massiv unterstützt. Als etwas fortgeschrittener kannst du den Modus „A“ bzw. „AV“ verwenden. Er heißt bei den verschiedenen Kameraherstellern immer etwas anders.

2.) Lerne die Regeln

„Lerne die Regeln wie ein Meister, auf dass Du sie wie ein Künstler brechen kannst.“

Pablo Picasso

Dabei geht es in diesem Punkt um den Bildschnitt, die Perspektive, die Brennweite und – das Wichtigste: Das Licht. Fotografieren bedeutet „Malen mit Licht“ und das sollte nicht unterschätzt werden. 3 Grundlagen zum Umgang mit Licht:

  1. Licht kommt von oben. Maximal aus Augenhöhe des Models. Licht von unten sollte nur mit reichlich Erfahrung eingesetzt werden, wenn dir bewusst ist, dass die Schatten reichlich unschön aussehen können.
  2. Diffuses Licht ist einfacher zu handhaben. Um schnell einfache und tolle Portraits erstellen solltest du hartes Licht meiden. Zum Beispiel Sonnenlicht. Fotografiere lieber bei bewölktem Himmel oder such dir und dem Model entsprechend Schatten.
  3. Nutze einen Reflektor um das Model von unten etwas aufzuhellen. Dadurch werden Schatten unter dem Kinn, unter der Nase und in den Augenhöhlen abgemildert. Zudem kannst du mit Reflektoren (oder Styroporplatten etc.) tolle Augenreflexe erzeugen.

3.) Lass dich inspirieren

Oft hört man „das ist nicht von dir, das ist geklaut!“ – Wenn du ein Bild eines anderen verwendest ist diese Aussage richtig. Und die Tat falsch 😉 Aber niemand sagt, dass du dich nicht inspirieren lassen sollst oder darfst. Auf unserer Welt gibt es so viele tolle Fotografen, von denen wir alle lernen können. Ich habe mal vor einiger Zeit einen Beitrag geschrieben, der sich 10 Tipps zur Ideenfindung für Fotografen nennt. Lies in dir gerne im Anschluss mal durch. Such dir im Netz Bilder, die dir gefallen, analysiere sie (Woher kommt das Licht, wie ist der Schnitt gesetzt, wurde eine offene oder geschlossene Blende verwendet? Wenn du dir die Gedanken gemacht hast, überlegst du dir, mit welchem Model kannst du etwas Ähnliches umsetzen? Hast du das entsprechende Equipment? Drucke dir dann das Bild aus oder speichere es dir auf dein Smartphone / Tablet und geh auf Location-/Modelsuche. Durch entsprechende Abwandlungen des Originals kannst du nun dein eigenes Bild kreieren und deine Fähigkeiten als Portrait-Fotograf deutlich steigern.

4.) Sei(d) entspannt

Bei Shootings mit Models ist eine entspannte Atmosphäre sehr wichtig. Gerade im Amateur-Bereich, bei dem durch TfP-Shootings (TfP = Time for Pictures) kein Geld fließt, sollten beide Seiten einfach nur Spaß am Fotografieren (bzw. Fotografiert werden) haben. Gute Laune auf beiden Seiten der Kamera steigert die Kreativität und die Qualität der Bilder. Ich hatte selbst auch schon Shooting, bei denen das Model oder ich nicht optimal gelaunt waren (Termindruck, Unstrukturiertes Shooting, …) – das wirkt sich deutlich sichtbar auf die Bilder aus. Selbst wenn ihr eher verträumte Bilder macht, auf denen das Model nicht oder nur bedingt lacht, spürt man ihre (oder seine) Anspannung. Deshalb hier 3 Tipps:

  • Plant das Shooting im Vorfeld genau (Thema, Dauer, Aufnahmebereiche, Begleitperson, …)
  • Nehmt euch genug Zeit. Selbst bei kurzen Shootings kann es Sinn machen, hinten raus einen Zeitpuffer zu haben um nicht ständig auf die Uhr zu schauen
  • Macht Pausen beim Shooting, trinkt einen Tee oder Kaffee und unterhaltet euch. Smalltalk kann sehr auflockernd wirken.

Nimm dem Model die Anspannung. Mach mal deine Wunsch-Pose vor, du glaubst nicht, was das für beide Seiten an Spaß und Auflockerung bedeuten kann. Gib dem Model Feedback, nichts zu sprechen kann das Model stark verunsichern und die Anspannung wirkt sich – genau wie die Laune – auf die Qualität der Bilder aus.

5.) Bilde dich weiter!

In unserer heutigen Zeit kommen wir an beinahe alle Antworten auf unsere Fragen. Im Bereich der Fotografie und der Portrait-Fotografie im Speziellen bekommst du unzählige Tutorials, DVDs, Bücher, Blogs und Co. Natürlich zähle ich meinen Blog auch dazu, ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle, dass du meine Seite besuchst. Wenn du aktiv Menschen fotografieren möchtest, kannst du nicht genug Wissen dazu konsumieren. Selbst als Gelegenheits-Fotograf schadet es nicht, dir die Grundlagen anzueignen und dich damit zu beschäftigen. Und wenn du an einer Frage hängst, unter diesem Blogbeitrag wurden bereits einige Fragen gestellt, stell deine einfach dazu. Dann werden diese nach und nach beantwortet. In Newslettern, Blogbeiträgen, Videos oder auf Facebook.

Abschluss

Das waren 5 Tipps für deinen schnelleren und einfachen Einstieg in die Portrait-Fotografie. Möchtest du weitere Tipps bekommen? Dann freue ich mich über ein Kommentar von dir. Ich bedanke mich für dein Interesse und wünsche dir ganz viel Spaß.

Wenn dir mein Beitrag gefallen hat, teile ihn gerne mit deinen Freunden und Fans und für regelmäßig weitere Tipps zum Thema Portrait-Fotografie lege ich dir meinen Newsletter ans Herz. Jede Woche Tipps und Tricks und du wirst keinen Blogbeitrag und kein Video mehr verpassen 🙂 Selbstverständlich kannst du dich jederzeit aus dem Newsletter austragen. Ich verspreche dir aber, es gibt keinen Spam und ich gebe deine Daten nicht weiter. Teste es einfach mal 🙂

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Frank (reckordzeitstudio)

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2 Comments

  1. Rolf Sonntag

    Feb. 01 2016 at 12:20

    Hallo Frank,
    die genannten Punkte unterschreib ich sofort.
    Besonders der erste Punkt wird oftr vernachlässigt.
    Da entstehen lustige Gespräche. „Oh toll Funktion bei dir, dass kann meine Camera leider nicht.“ Zumindest bei Canon konnte ich schon ein paar Leuten
    auf die Srünge helfen-
    Grüße

  2. Hi,

    Schöne Übersicht von Tipps die einem Anfänger sicherlich weiterhilft.

    Den Tipp Nr. 1 liest man recht häufig, aber die meisten Hobby Fotografen die ich kenne sind eher Technik Freaks.
    Deswegen würde ich eher raten „langweile deine Modelle während des Shootigns nicht mit Technikdetails zu Tode“ 😉
    Tipp Nr. 5 kann ich nur unterstreichen.

    Weiterbildung ist wichtig (ob es über DVD´s, YouTube-Tutorials, Coachings oder Bücher erfolgt).
    Gerade heutzutage muss ein moderner Fotograf sich nicht nur in der Fotografie und Bildbearbeitung weiterbilden, sondern sollte auch in Themen wie dem Online-Marketing Ahnung haben.
    Denn was nutzen die schönsten Fotos wenn sie später keiner sieht…
    Ach ja, ich bin über deinen Kommentar im Affenblog, auf deinen Blog gestoßen;)

    LG
    Stephan

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