7 wichtige WordPress-Plugins für Fotografen

Liebe Leser,

heute darf ich euch einen Gastbeitrag präsentieren. Philipp von der Visualisierungswerkstatt hat einige seiner wichtigsten WordPress-Plugins für Fotografen aufgelistet und beschrieben. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, Lernen und Inspirieren lassen 🙂

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Viele Fotografen, die eine eigene Homepage haben, auf der sie ihre Bilder präsentieren nutzen WordPress. Das CMS spart uns nicht nur viel Zeit, sondern nimmt uns auch jeden Menge Arbeit ab. Der Umgang damit ist leicht zu lernen, es gibt viele, viele Plugins und Themes, die quasi keine Wünsche offen lassen. Einen Großteil davon gibt es sogar völlig kostenlos.

Leider führt das auch zu gewissen Problemen, denn die Qualität der verschiedenen Erweiterungen schwankt teils stark. Meine erste Foto-Webseite ging 2009 online, seit dem habe ich sehr viele Plugins, Themes, Snippets und so weiter genutzt und getestet. Vieles hat gut funktioniert, manches auch gar nicht. Ich habe es sogar mehrmals geschafft meine Seite kurzfristig komplett lahmzulegen.

Damit euch das nicht so schnell passiert, möchte ich euch hier ein paar Tipps, Tricks und Empfehlung mitgeben, mit denen ihr eure WordPress-Installation verbessern und erweitern könnt.

WordPress-Plugins für Fotografen

Lightbox

Wahrscheinlich eine der wichtigsten Funktionen für alle, die Bilder im Internet präsentieren wollen. Lightbox-Plugins habe ich echt schon viele gehabt, die meisten davon gleich wieder gelöscht, entweder haben sie mir nicht gefallen, waren nicht responsive oder schlicht zu gierig nach Server-Ressourcen. Lange habe ich die Carousel-Funktion des Jetpack-Plugins genutzt, allerdings kann ich Jetpack allgemein nicht empfehlen, es bringt einfach zu viel unnätiges Zeug mit.

Mein Tipp: WP-Featherlight, schön schlicht, keine unnötigen Funktionen, responsive und reagiert sogar auf Wischbewegungen bei Touchbedienung (wenn auch ohne Animation)

Slider

Ja, Slider oder Diashows sind so eine Sache. Es gibt hier einige Vertreter, die den Server ordentlich beanspruchen können, bei günstigeren Hostingtarifen macht sich das bei den Ladezeiten gerne bemerkbar. Gut zur Geltung kommen Slider meistens auf der Startseite, deshalb würde ich empfehlen ein Theme zu nutzen, das einen mitbringt, wenn ihr einen wollt, innerhalb einer Seite oder eines Beitrags würde ich auf die normale Galerie zurückgreifen oder einen Slider von Hand einbauen.

Bildoptimierung

Auch wenn ihr eure Bilder schon für Web aus Photoshop oder einem ähnlichen Programm exportiert, geht es immer noch etwas kleiner. Kleinere Dateien heißt schnellere Ladezeiten und das freut nicht nur Google, sondern auch alle, die mobil auf eurer Seite unterwegs sind.

Auch dafür gibt es spezielle Plugins, eure hochgeladenen Bilder werden an den Server des Anbieters geschickt, optimiert und zurückgegeben. Wenn ihr es nicht explizit anders einstellt, könnt ihr an der Bildqualität keinen Unterschied sehen.

Ein guter Anbieter aus Deutschland ist Optimus, allerdings verarbeitet die kostenlose Version nur Bilder bis 100kb. Alternativ nutze ich gerne WP-Smush, die kostenlose Variante liefert alle Funktionen, die ich brauche, allerdings stehen die Server in den USA.

Spamschutz

Habt ihr die Kommentarfunktion aktiviert, werden früher oder später die Spambots auf euch aufmerksam und kommentieren sinnloses Zeug, um irgendeinen Link auf eurer Seite zu platzieren. Zuverlässigen Schutz bietet euch Antispam Bee.

Firewall

Ein ebenfalls sehr nützliches Tool ist die Ninja Firewall, die eure Seite vor bösartigen Zugriffsversuchen aller Art abschirmt. Idealerweise bemerkt ihr gar nicht, dass dieses Plugin installiert ist, aber es hilft sehr.

Caching-Plugin

Wenn ein Besucher eure Seite aufruft, passiert eigentlich folgendes: Es wird eine Anfrage an den Server geschickt diese oder jene Seite auszuliefern. Daraufhin sucht WordPress einmal den Inhalt der angeforderten Seite, wie Texte, Überschriften, Bilder, …  aus der Datenbank heraus und packt diesen dann an die entsprechenden Stellen in eurem Theme. Eventuell aktive Plugins machen das Gleiche.

Ein Caching-Plugin erledigt das quasi schon im Vorfeld und speichert fertige HTML-Versionen eurer Inhalte ab und liefert diese bei Bedarf aus. Das geht natürlich entsprechend schneller und ist deshalb sehr zu empfehlen.

Mein Favorit ist der Cache Enabler, simpel und effektiv, ohne viel Drumherum.

SEO – Suchmaschinenoptimierung

Wenn ihr nicht gerade eine reine Portfolio-Seite betreibt, also wirklich nur Bilder zeigt, dann lohnt sich ein Plugin zur Suchmaschinenoptimierung durchaus. Mit der Installation eines SEO Plugins steigt ihr allerdings nicht automatisch in den Suchergebnissen nach oben, das Plugin liefert nur eine einfache Möglichkeit Daten für die Suchmaschine aufzubereiten. Ausfüllen müsst ihr die ganzen Felder trotzdem selbst. Mehr zu SEO bei Bedarf vielleicht mal an anderer Stelle.

Mein Favorit unter den SEO-Plugins für WordPress ist wpSEO. Es ist mit Abstand am besten programmiert, wodurch es sparmsam mit Ressourcen umgeht, und bietet fast alles, was man braucht. Einzig eine Sitemap generiert es (noch) nicht. Allerdings ist es nicht kostenlos.

Vor wpSEO habe ich DELUCKS SEO genutzt, das Modular aufgebaut und ebenfalls sehr gut dokumentiert ist.

WordPress Themes

Die wenigsten Fotografen werden ihr WordPress Theme selbst erstellen, das kann ich auch gut verstehen, denn es erfordert doch ein wenig Einarbeitungszeit, auch wenn man schon mit HTML und CSS vertraut ist.

Glücklicherweise gibt es schon ein sehr breites Angebot an Themes, die wir kostenlos nutzen können. Aber auch sogenannte Premium Themes sind zum Teil für kleines Geld zu haben, leider sind viele davon so vollgestopft mit Funktionen, dass man schnell mal den Überblick verliert, außerdem tun zu viele Optionen der Performance auch nicht gerade gut. Bei einem soliden Server und gemäßigtem Besucheraufkommen ist das aber durchaus vertretbar. Wenn ihr mit dem Gedanken spielt ein Theme zu kaufen, behaltet das im Hinterkopf.

Auttomatic, die Firma hinter WordPress, bringt jedes Jahr ein neues Standard-Theme heraus, die dann entsprechend twenty fifteen, twenty sixteen, … heißen. Die sind für gewöhnlich recht minimalistisch und gut geeignet Bilder zu präsentieren.

Eine weitere Möglichkeit gratis an Premium Themes zu kommen sind “free files”. Beispielsweise gibt es bei envato monatlich kostenlose Downloads, bei creative market sogar wöchentlich. Natürlich ist da nicht immer etwas brauchbares dabei, aber es lohnt sich das im Auge zu behalten.

WordPress Hosting

Weiter oben hatte ich es ja schon angedeutet, möchte hier aber noch ein, zwei Sätze darüber verlieren. Es gibt mittlerweile sehr viele Anbieter für Webhosting, einige richtig billige, viele günstige und ein paar sehr teure. Ohne jetzt einen Anbieter schlecht zu machen, ein ganz allgemeiner Tipp: Nehmt nicht den allerbilligsten, investiert lieber ein paar Euro mehr im Monat, das kann schon sehr die Nerven schonen.

Viele Hoster haben auch spezielle WordPress-Pakete im Angebot, die könnt ihr vergessen. Da ist dann vielleicht WordPress vorinstalliert, das ist aber auch alles. Es gibt in Deutschland, so weit ich weiß,  genau einen Anbieter für richtiges Managed WordPress Hosting und das ist Raidboxes. Die Meisten von uns können aber auch darauf verzichten, denn so viele Besucher haben wir auf unserer Seite nicht.

Ich selbst bin Kunde bei all-inkl.com, hatte auch schon mehrmals mit dem Kundenservice Kontakt und kann nicht klagen. reckordzeitstudio.de läuft übrigens bei one.com*, womit Frank auch sehr zufrieden ist, wie er mir verraten hat.

Fazit

Zusammengefasst lässt sich sagen, der Einstieg in WordPress ist leicht, bis zur “Perfektion” ist es aber ein weiter Weg. Ich hoffe meine Tipps und Empfehlung helfen euch, den ein oder anderen Fehler, den ich gemacht habe, zu vermeiden.

Achtet bei neuen Erweiterungen darauf, dass sie nicht zu aufgebläht daherkommen und sicher eure Daten und eure Datenbank regelmäßig beziehungsweise bevor ihr Änderungen vornehmt. Damit ihr selbst ein wenig testen und schauen könnt wie performant Erweiterungen sind, habe ich für euch noch ein kleines Plugin vorbereitet. Es gibt die Anzahl der Datenbankabfragen und den Speicherverbrauch ganz unten am Ende eurer Seite aus. Schaut einfach wie sich der Wert verändert, wenn ihr mal Plugins ein und ausschaltet oder das Theme wechselt. Und vergesst nicht das Plugin wieder zu deaktivieren wenn ihr fertig seid.

Der Autor:

Philipp

Philipp Arnold, Leidenschaftlicher Hobbyfotograf und Spezialist in Sachen WordPress, SEO, CI und mehr. Weitere Infos und ein toller Blog erwarten euch hier:

https://visualisierungswerkstatt.de/

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Wenn ihr mehr Beiträge in Richtung SEO, WordPress und Co (speziell für Fotografen) lesen wollt, denke ich, kann ich Philipp gerne nochmal zu einem Beitrag bewegen. Kommentiert dazu bitte den Beitrag, wir freuen uns sehr.

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5 Comments

  1. Wenn die Links sich im neuen Tab öffnen würden, gefiele mir der kurze Abriss über WP noch besser…

    • reckordzeitstudio

      Apr. 22 2016 at 19:30

      Danke für deinen Hinweis, Markus.
      Habs geändert. Das kam davon, dass ich die Links dieses Mal nicht manuell gesetzt hatte und dadurch den Haken vergessen hab 🙂

      Gruß Frank

  2. Danke schon mal hierfür, Philipp und Frank – ich würde gern noch mehr Beiträge in Richtung WordPress, SEO und Co. speziell für Fotografen lesen wollen…

  3. Hi Philipp,

    vielen Dank für deine Erwähnung unseres Managed WordPress Hosting!

    VG Torben & Team

  4. Vielen Dank für den Artikel – wobei – die meisten Plugins auch gut für Fotografen sind – aber auch für andere WordPress-Seitenbetreiber.

    Wir haben aktuell ein Plugin entwickelt, das tatsächlich ganz speziell auf Fotografen ausgerichtet ist. Damit binden Fotografen einen vollständigen Shop auf ihrer Seite ein, einschließlich Bestell- und Download-Option, freier Preisgestaltung, Zahlungsabwicklung und auf Wunsch auch mit angeschlossenem Labor zwecks Bildabzügen und neutralem Versand.

    https://www.profi-fotos-online.com/homepage/wordpress-plugin/

    Das Plugin, weil es neu ist, steht noch nicht im WordPress-Verzeichnis – kann aber direkt von unserer Seite heruntergeladen werden.

    Einfach mal probieren 😉

    Viele Grüße, Stephan

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