Männerfotografie – Themenübersicht

Männerfotografie

Die Männer-Fotografie ist ein sehr spezieller Bereich im Rahmen der Portrait-Fotografie. Alleine die “allgemeine Portrait-Fotografie” ist schon sehr speziell und man kann so viel tun und lassen und bei jedem einzelnen Shooting dazu lernen. Männer verhalten sich vor der Kamera anders als Frauen. Wir setzen mit Männern andere Bildideen um, nutzen teilweise andere Locations, anderes Licht, andere Brennweiten und Perspektiven und kommunizieren anders als bei Frauen.

In diesem Beitrag gebe ich dir einen kleinen Einblick in die Vielfältigkeit dieser speziellen Art der Portrait-Fotografie. Zu jedem dieser Punkte kann ich viel erzählen und schreiben, daher an dieser Stelle bereits meine Bitte an dich: Wenn dich ein Thema besonders interessiert, kommentiere gerne diesen Beitrag, sodass ich weiß, wo ich für dich ansetzen kann.

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Bild-Idee

Welche Idee lässt sich super mit Männern umsetzen?

Das ist grundsätzlich – wie beinahe jeder Punkt in diesem Beitrag – Geschmackssache. Männer kannst du sehr gut in Szene setzen, wenn du keine Störer im Bild hast. Ein intensives, direktes Portrait finden sehr viele Männer toll. Es kann deren Stärke, Kraft und Entschlossenheit deren Mut, aber auch Ihre Verletzlichkeit zeigen. Bei letzterem solltest du das aber besonders inszenieren und genau absprechen, ob der Mann das auch so möchte. Männlichkeit in den Fokus zu stellen geht in den meisten Fällen sowieso klar 😉

Ist dein Model Musiker, bis oben hin tattoowiert, Sportler oder eingefleischter Geschäftsmann, dann hole diese Eigenschaften stärker hevor.

 

Location

Grundsätzlich unterscheide ich drei verschiedene Orte, an denen wir Männer-Portraits erstellen können.

Studio

Klassisch, aber nicht von jedem jederzeit umsetzbar. Wir können selbstverständlich in unser Studio gehen oder uns für einen Auftrag oder ein TfP-Shooting ein Studio mieten. Hier haben wir dann meist viele verschiedene Blitze und Lichtformer und sind – was künstliche Licht-Effekte angeht sehr flexibel. Natürlich reicht aber auch ein “Home-Studio” für den Anfang. Günstige Blitze und und einen Hintergrund (zB von einem schwedischen Möbelhaus 😉 ) liefern in Sachen Studio-Einstieg eine feine Grundlage.

Outdoor

Der Klassiker. So fangen die meisten an. Wir schnappen uns das Model und die Kamera, suchen uns einen Wald, eine coole Wand oder gehen irgendwo in die Stadt. Hier sind wir natürlich sehr abhängig vom Wetter und vom Licht. Passanten sollten selbstverständlich nicht gestört werden.

On Location

Wenn wir weder Studio haben noch nutzen wollen und Outdoor passt auch nicht, dann nehmen wir uns eine Location vor. Das kann eine Unterführung sein, die Wohnung des Models oder ein anderes Gebäude, in das wir entweder völlig frei gehen dürfen oder bei dem es möglich ist uns vom Eigentümer eine Erlaubnis einzuholen. Hier sind wir meist vor Regen geschützt und können entscheiden, ob wir mit dem vorhandenen Licht arbeiten können / wollen oder Blitze nutzen.

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Licht

Ich unterscheide hier vier unterschiedliche Arten von Lichtquellen.

Available Light

Bei Available Light, also dem vorhandenen Licht, kümmern wir uns hauptsächlich um unsere Position und um den Stand vom Model zum Licht. Ob indoor an einem Fenster, draußen in der Sonne oder im Schatten unter Bäumen bzw. bei bewölktem Himmel. Das sind die Dinge, die ich in meinen Portrait-Workshops meist zuerst empfehle, da der Umang mit eurem Model schon anstrengend genug sein kann. Da braucht es dann nicht auch noch Blitz-Technik 😉

Available Light + Hilfsmittel

Hier kommen zum vorhandenen Licht noch Reflektoren und Co zum Einsatz. Das dient dann dazu, das Sonnenlicht zu verstärken, abzuschwächen oder umzulenken, sodass die Ausleuchtung idividueller wird.

Dauerlicht

Ich nutze kaum Dauerlicht. In meinem Studio steht eine Ringleuchte, die hin und wieder für spannende Effekte ausgezeichnet ist. Ein kleines LED-Panel habe ich auch, das ist aber nicht sooo der Reißer 😉 Hier spielt denke ich auch die Gewohnheit eine Rolle, hätte ich mich früher mit dem Thema Dauerlicht auseinander gesetzt, hätte ich heute sicherlich einen anderen Bezug dazu 🙂

Blitzen

Hier unterscheiden wir Studio-Blitze (die Outdoor auch mit Generatoren betrieben werden können oder inzwischen teilweise auch integrierte Akkus haben) oder Systemblitze. Das sind die, die wir entweder auf die Kamera stecken oder per Funk fernzünden. Blitze helfen uns dabei, das vorhandene Licht zu verändern bzw. zu unterstützen oder wir haben damit dir Möglichkeit das vorhandene Licht komplett aus dem Bild zu “eliminieren”  und uns die Lichtsituation zu schaffen, die wir möchten. Verschiedenste Lichtformer, Farbfolien und Co sind selbstverständlich eine tolle Unterstützung.

 

Brennweite und Perspektive

Um es an dieser Stelle recht kurz zu halten:

Nutze kürzere Brennweiten um einen intensiveren Kontakt zum Betrachter aufzubauen. Allerdings nicht so kurz, dass das Gesicht (starke) Verzerrungen aufweist. Längere Brennweiten bieten die Vorteile, dass du dem Model nicht auf die pelle rücken musst und es ist einfacher, den Hintergrund – in Kombination mit einer recht offenen Blende – unscharf darzustellen. Somit wird der Betrachter nicht abgelenkt und konzentriert sich darauf wo es ankommt. Auf den Mann.

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Die Themen, die du hier zukünftig auf dem Blog finden wirst sind unter anderem:

  • Wie bekomme ich Männer vor die Linse?
  • Der Umgang mit dem Mann als Model
  • Posen
  • Wie finde ich meine Bildidee?
  • Wo fotografiere ich wie?
  • Welches Licht setze ich wann und wie ein?
  • Retusche
  • Looks erstellen
  • Aus den Bereichen
    • Fashion
    • Tattoos
    • Fitness / Sport
    • Business
    • Musik
    • Charakter

Um besser einschätzen zu können, was dich konkret beim Thema Männerfotografie interessiert, würde ich mich sehr über einen Kommentar von dir unter diesem Beitrag freuen und / oder wenn du dir kurz 2,3 Minuten Zeit nehmen würdest um an einer kleinen Umfrage teilzunehmen. Einiges zum Anklicken ist auch dabei 😉

Hier gehts direkt zur Umfrage

 

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit.

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2 Comments

  1. Matthias Krüger

    Okt. 21 2017 at 11:40

    Ich freue mich auf Deine Reihe. Ich bin sehr gespannt, ob Du uns auch konkrete Licht-Setups Indoor, Outdoor oder im Studio zeigst und wie Du Deine Bilder überarbeitest. Gibt es spezielle Posen, die immer gehen? Posen, die man besser nie wählt, weil z. Bsp. zu weiblich?

    Spannend! Und Danke!
    LG Matthias

    • reckordzeitstudio

      Okt. 21 2017 at 15:18

      Hallo Matthias,
      schön, dass du dich auch so darauf freust wie ich 😉
      Ja ich werde auf jeden Fall noch konkreter werden in den kommenden Beiträgen und Videos 🙂 Auch zum Thema Posen wird noch einiges kommen.

      Liebe Grüße

      Frank (reckordzeitstudio)

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